WEIHNACHTSGESCHENKE – nicht nur für Weihnachten – aus dem fairen Handel!
In den 60er Jahren gerieten die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und
Süd in den öffentlichen Blick: Entwicklungsländer forderten
unter anderem über die UNCTAD (United Nations Conference for Trade and
Development) gerechtere Handelsbeziehungen. Auf Hungermärschen begannen
hierzulande vor allem Jugendliche, sich mit Elan für einen gerechteren
Handel einzusetzen. Handel, der auf Fairness und Partnerschaft baut, sollte den
Menschen des Südens Entwicklungschancen bieten. Freilich hat es den
Wandel durch Handel" in der erhofften Form noch nicht gegeben, doch
wurde bereits einiges erreicht. Heute steht hinter dem Fairen Handel ein
breites Bündnis aus kirchlichen und entwicklungspolitischen Gruppen und
Organisationen.
Produkte aus Fairem Handel werden heute nicht allein in Weltläden verkauft. In zahlreichen Supermärkten, bei Bäckern oder im Bioladen lassen sich Waren aus Fairem Handel finden. Die Umsätze des Fairen Handels steigen und der Faire Handel wird von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Gründung der Siegelorganisation TRANSFAIR beschleunigte diesen Prozess. Durch TRANSFAIR und seine zahlreichen Mitgliedsorganisationen werden viele Menschen erreicht. Mit einem Marktanteil von knapp einem Prozent beim Kaffee ist der Faire Handel ökonomisch betrachtet dennoch eher eine Randerscheinung. Trotzdem: viele Handelspartner, die einige Zeit mit dem Fairen Handel in Deutschland zusammen arbeiten. machen Mut.
Im März 1999 verständigten sich die internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels im Rahmen ihres informellen Arbeitskreises (FINE) auf die folgende
Der Faire Handel ist ein alternativer Ansatz zum konventionellen internationalen Handel. Er ist eine Handelspartnerschaft, die eine nachhaltige Entwicklung für ausgeschlossene und benachteiligte ProduzentInnen anstrebt. Er versucht das durch die Gewährung besserer Handelsbeziehungen, durch Bewusstseinsbildung und Kampagnen.
Aus:
Misereor, Brot für die Welt, Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.):
Entwicklungspolitische Wirkungen des Fairen Handels. Beiträge zur
Diskussion, Aachen 2000, S. 31 = Edition weltweite Solidarität 4
Die gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH) ist das größte Fair Handelshaus in Europa mit einem Umsatz von über 60 Mio. DM (2000/2001). Neben dem Verkauf setzt sich die gepa für andere Rahmenbedingungen im Welthandel ein. Die gepa vertreibt ihre Waren v.a. über Weltläden, aber auch über den Einzelhandel und an Großverbraucher (Kantinen, Krankenhäuser, Mensen etc.). Mehr über die gepa erfahren Sie im Internet, im Weltladen, beim Fair Trade Verein oder in einem der Regionalen Fair Handelszentren.
Weltläden sind die Basis des Fairen Handels vor Ort. Als Fachgeschäfte des Fairen Handels bieten sie die größte Auswahl fair gehandelter Waren und sind aktiv in der Lobby- und Bildungsarbeit. Sehr häufig sind kirchliche oder entwicklungspolitische Gruppen die Basis der Weltläden. In Deutschland gibt es über 900 Weltläden.
Die Adressen der Weltläden finden Sie u.a. unter
www.eco-fair-trade-net.de
In Landshut unter dem Namen III. Weltladen in der Grasgasse 318 vielen gut
bekannt!
Der Verein TRANSFAIR vergibt ein Siegel für Fairen Handel. TRANSFAIR wird von 40 entwicklungspolitischen und kirchlichen Organisationen (u.a. Misereor) getragen. Das Siegel erhalten Waren, die bestimmte Kriterien erfüllen. Diese werden für einzelne Produktgruppen von FLO (Fair Trade Labelling Organisation) entwickelt. Sinn von TRANSFAIR war die Handelsausweitung. Auch Firmen, die nicht aus der Fairhandelbewegung stammen, können so Fairen Handel nach überprüfbaren Kriterien betreiben, sofern sie diese vertragsgemäß einhalten. Zur Zeit (2001) gibt es das Siegel für Kaffee, Tee, Kakao und Schokoladenprodukte, Honig, Zucker und Süßwaren, Bananen und Orangensaft.
TRANSFAIR, Remigiusstraße 21, 50937 Köln, Tel.: 0221 /942040-0,
Info@transfair.org
Der Fair Trade Verein mit Sitz in Wuppertal berät
Produzentenorganisationen und leistet Informations- und Bildungsarbeit. Er
trägt dazu
bei, die Idee des Fairen Handels auszuweiten. Fair Trade e.V., Gewerbepark
Wagner, Bruch 4, 42279 Wuppertal, Telefon: 0202/6489221,
Info@transfair.org